Europa führt nach dem ersten Tag
Killeen Castle, Irland - Seit dem letzten europäischen Erfolg im Solheim Cup, dem „weiblichen“ Pendant zum Ryder Cup, gingen die Damen aus der alten Welt regelmäßig gegen die US-Ladies unter. Dieses Jahr sieht es nach dem ersten Spieltag jedoch gar nicht so schlecht aus. Am Freitag Vormittag die klassischen Fourballs gespielt, anschließend die Foursomes.
Die Zwischenstände der Vormittags-Fourballs brachten erst einmal ein ernüchterndes Bild aufs Leaderboard. Michelle Wie und Christie Kerr ließen dem schwedischen Duo Maria Hjorth und Anna Nordqvist über das gesamte Match kaum eine Chance. Mit 2&1 brachten sie den ersten Punkt für das US-Team nach Hause. Auch US-Superstar Paula Creamer wurde ihrer Rolle gerecht und hatte zusammen mit Brittany Lincicome maßgeblichen Anteil am Sieg gegen Karen Stupples und Melissa Reid nach 18 Löchern.
Zeitweilig war das Leaderboard tiefblau gefärbt, denn auch Suzann Pettersen und Sophie Gustafson sahen über langeStrecken gegen Brittany Lang und Juli Inkster kein Land. Am Ende jedoch holten sie an der 18 den ersten Punkt für Europa.
„Wir haben die 17 unglücklich abgegeben und gingen All Square auf die 18“, fasste Europas Captain Alison Nicholas das Geschehen zusammen. „Die Fans gingen dann am entscheidenden Loch unglaublich mit und als der finale Putt zum Birdie Mitte Loch fiel, war es eine atemberaubende Atmosphäre. Es war ein extrem langer und schwieriger Putt für Suzann und sie wusste, dass wir den ganzen Punkt brauchten. Aber das ist das Holz, aus dem Champions geschnitzt sind!“
Etwas klarer verlief das Match für Catriona Matthew und Azahara Muno, die 3&2 gegen Stacy Lewis und Angela Stanford dominierten und somit für ein glückliches Unentschieden nach vier Partien sorgten.
Am Nachmittag gab es dann den ersten Auftritt von Sandra Gal. Die Rheinländerin war in der Paarung Gal/Matthew vs. Kim/O’Toole ohne Zweifel die stärkste Spielerin, die mit Konstanz und solidem kurzem Spiel dafür sorgte, dass die Solheim-Cup-Veteranin Christina Kim den Euro-Mädchen nicht den Schneid abkaufte. Allerdings blieb bei der Punkteteilung ein bitterer Nachgeschmack, den nach 15 Löchern führten die Europäerinnen mit 2Up. Dann jedoch lief Kims Putter heiß und ihre beiden Birdies auf 16&17 drehten das Match komplett. Wäre Kims Birdie-Putt auf der 18 nicht ausgelippt, es hätte wohl die ersten bitteren Tränen gegeben.
Sandra Gal







