Rafael Cabrera-Bello siegt in Dubai
Emirates Golf Course, Dubai - Nervenflattern und die daraus resultierenden Ergebnisse prägten heute das Bild des deutschen Duos Siem und Kaymer. Während Martin Kaymer völlig von der Rolle schien und sich frühzeitig aus dem Rennen um den Titel schoss, war es bei Marcel Siem ein harter Kampf.
Es passte an diesem Sonntag leider wenig zusammen, ganz anders als an den drei Tagen zuvor. Entweder flog der Drive zu weit aus der Richtung oder der Schlag mit den Eisen ins Grün hatte mit der Fahne nur wenig zu tun. Körpersprache, Mienenspiel und ein augenscheinliches Forschen nach dem Verbleib des Schwungs signalisierten frühzeitig, dass es heute "nur" um eine sehr gute Platzierung aber nicht um den Sieg ging.
Schlüsselmomente waren sicherlich der Abschlag in den Bunker auf der 9, ein daraus resultierendes verzogenes Eisen ins Rough auf Höhe der Fahne und das nach einem mittelmäßigen Lobshot und zwei Putts resultierende Bogey. Als dann auf der 10, einem Par 5, auf dem Siem im Turnier schon drei Birdies gespielt hatte, auch nur das Par herauskam, wollte der Ratinger den Erfolg erzwingen und ging zusehends - und an und für sich auch zu Recht - höhere Risiken ein. Leider wurden diese nicht wirklich mit Erfolg gekrönt.
Als dann auf der 15 ein ca. 15 Meter-Putt auslippte, der ihn bis auf einen Schlag an die Spitze gebracht hätte, machte sich auch noch Frustration breit. Mit 15 unter Par belegt er den alleinigen vierten Platz - alles in allem jedoch eine hervorragende Leistung des 31-Jährigen, der sich während der vergangenen Turniere permanent gesteigert hatte.
An der Spitze entwickelte sich hingegen ein spannender Dreikampf zwischen der englischen Nummer 3 der Welt, Lee Westwood, dem Schotten Stephen Gallacher und dem Spanier Rafael Cabrera-Bello. Drei Bahnen vor Schluss lagen sie bei -17 und vor allem Lee Westwood ließ enorm viele Birdiechancen liegen, bspw. auf der 17. Spielbahn. Cabrero-Bello hingegen hatte das Birdie eine Gruppe vor Westwood/Gallacher/Siem spielend geschafft und brachte die alleinige Führung ins Clubhaus, während der Engländer und der Schotte jeweils ein Birdie auf der 18 benötigten, um ein Play-off zu erzwingen.
Lee Westwood leistete sich dann einen kostspieligen Fehlschlag, als er seinen Chip vom Vorgrün verzog und der anschließende Birdie-Putt aus ca. sechs Metern Entfernung gespielt werden musste. Der Putt ging daneben und auch Stephen Gallacher ließ seinen durchaus realistischen Birdie-Putt zum Play-off zu weit links vom Loch ins Leere laufen. Glückwunsch an Rafael Cabrera-Bello zum Sieg.
Martin Kaymer spielte eine 74 und landete bei -11 auf dem geteilten 13. Platz.
Rafael Cabrero-Bello







