Siem kämpft sich vor
Neu Delhi, Indien - Marcel Siem gibt weiterhin Vollgas: Nach der dritten Runde des Avantha Masters kämpft sich der Ratinger ungebremst nach vorne und teilt sich nun, nach seiner 68 (-4), den zweiten Platz mit dem Schotten Peter Whiteford (72, E) und dem Franzosen Jean-Baptiste Gonnet (69, -3).
Nur einen Schlag Rückstand hat der 31-Jährige und einzige Deutsche des Feldes auf Jbe Kruger, der mit seiner 66 (-6) erstmals die Führung bei dem Turnier übernehmen konnte.
Dabei begann der dritte Tag für Siem alles andere als rosig: Er musste zwei bittere Doppel-Bogeys in Folge auf den Löchern eins und zwei hinnehmen, konterte aber prompt souverän mit zwei Birdies auf den nächsten beiden Löchern. Bis zum Turn folgten noch zwei Birdies auf der sechs und neun, unterbrochen von einem Bogey auf Locht sieben.
Auf den zweiten Neun zündete Siem dann den Turbo: Ihm gelangen drei Birdies auf den folgenden sechs Löchern, die lezten drei spielte er Bogey, Birdie und Eagle.
"Das war ein verrückter Tag", so Siem, der vergangene Woche, beim Dubai Desert Classic, noch starker alleiniger Vierter geworden war. "Nach den ersten beiden Löchern lag ich bereits vier über Par, zum Glück habe ich aber einen kühlen Kopf bewahrt und kam am Ende mit acht Birdies und einem Eagle ins Clubhaus. Das war schon stark. Ich habe mich durchgebissen und mich von dem bitteren Auftakt der Runde nicht aus dem Konzept bringen lassen."
Sollte Siem auch am Schlusstag der Spagat zwischen einem kühlen Kopf bewahren und gleichzeitig Herzblut zeigen gelingen, so hat er beste Chancen auf seinen zweiten Toursieg als Einzelspieler auf der European Tour nach dem Triumph beim Dunhill Championship 2004 in Südafrika.
Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg, und auch die sechs Spieler auf dem geteilten fünften Platz, bei 207 Zählern (-9), haben da durchaus noch ein Wörtchen mitzureden. Darunter José Manuel Lara (64, -8), Paul McGinley (68, -4) und Marc Warren (68, -4).
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Marcel Siem







