Der Bauchtanz-Schwung
Richtig: Das Becken dreht aber verschiebt sich nicht
Frank Adamowicz und Osteopath Helmut J. Geelink über die Beckenverschiebung.
Bauchtanzen scheint ja gesund zu sein! Gilt das auch im Golf? Ganz gewiss nicht! Wir reden hier nämlich über die Beckenverschiebung – und die ist im Golf nicht zu empfehlen, sowohl golftechnisch wie auch gesundheitlich.
Warum ist das Beckenverschieben belastend? Erstens für den Übergang Rücken-Becken; wo die (Lenden) Wirbel auf dem Kreuzbein (= Sacrum) stehen (L5 –S1); es treten hier Scher-Kräfte und Rotations-Kräfte auf, die die Bandscheibe, also die „Verbindung“ zwischen diesen beiden Strukturen, schmerzlich belasten.
Zweitens treten Zug- und Druck-Kräfte in den Kreuzbein-Gelenken (SI Gelenke) auf; von diesen Gelenken haben wir Ihnen in Heft 4 Bilder gezeigt. Es sind Gelenke, die in einer kontinuierlichen Interaktion zur Lendenwirbelsäule stehen und deswegen auch deren Biomechanik beeinflussen. Aber auch im „Set-Up“ (s. Bild) verschieben viele Ihr Becken. Auch da sollte man sich dieses Problems bewusst sein.
Sie tun also Ihrem Rücken und Becken einen großen Gefallen, wenn Sie während des Schwungs (und im Set-Up) den Bauchtanz weglassen!
Frank Adamowicz, Jahrgang 1957, Pro in St. Leon Rot, 23 Jahre TV-Co-Kommentator, von 1990 – 1998 DGV Nationaltrainer www.frankadamowicz.de
Helmut J. Geelink, Jahrgang 1962, Diplom-Osteopath und Sportphysiotherapeut, tätig auf Mallorca in eigener Praxis am Dorint Royal Golfresort und Spa und Golf de Andratx info@geelink.net
Richtig: Das Becken dreht aber verschiebt sich nicht