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Der Eiszapfen

Strahlemann: Ein glücklicher Denny Shute in Augusta

Kurze Abschläge, keine Emotionen und nicht gerade ein gesprächiger Typ. Aber sein furioses Golfspiel sprach für sich: Denny Shute.

Er hat drei Majors gewonnen, war sich aber nicht zu schade, sich für sein Land einzusetzen: Nach 15 Siegen auf der Tour unterbricht Hermon Densmore Shute seine Golfkarriere, um sich ans Fließband zu stellen und den Nachschub für die amerikanischen Truppen zu sichern. Danach war die Karriere zwar nicht mehr so erfolgreich, aber der dreifache Major-Champion blieb dem Golfsport bis zu seinem Lebensende treu.

Naturtalent. Denny Shute liebte den Golfsport über alles. Schon mit zwei Jahren bekam er vom Vater seine ersten Schläger. Als eifriger Sprössling lernte der Sohn eines Pros schnell und wuchs förmlich mit dem Schläger in der Hand auf. Seine ersten Lorbeeren verdiente sich Shute in den frühen 20er Jahren. Innerhalb von vier Jahren holte sich der Teenager zwei Mal die Amateur-Meisterschaften von West Virginia und auch bei den Meisterschaften des Bundestaates Ohio stand er an erster Stelle.

Man kann zu dem bescheidenen Mann aus Cleveland wirklich sagen, dass er eine Karriere wie im Flug hinlegte. Nach seinem Sieg in Ohio 1929 kamen zehn Jahre, die ihn zur Legende machten. Sein Siegeszug begann mit den Erfolgen bei den Los Angeles Open, den Texas Open und den Ohio Open Championship.

Aus Fehlern lernen. Mental war Shute nicht immer der Stärkste, wie es seinen Auftritten zufolge scheinen mag. Vor seinem Sieg in St. Andrews wurde der Ryder Cup ausgetragen. Insgesamt wurde der sympathische Mann aus Cleveland, Ohio, dreimal in das Team des Ryder-Cups berufen. Beim Kontinentalvergleich 1933 kam es zum Showdown zwischen Syd Easterbrook und Denny Shute. Wenn er es schafft, das Match zu teilen oder zu gewinnen, bleibt der Pokal im Besitz der Amerikaner; verliert er gegen Easterbrook, geht die Trophäe in den Besitz von Großbritannien. Am 18. Loch hat Shute den Sieg auf der Hand, doch ein Drei-Putt zerstört den Traum vom erneuten Gewinn des Cups.

Der Weg zum Champion. Nach einer hervorragenden Saison 1930 folgte sein bis dato bestes Ergebnis bei einem Major: Shute wurde Zweiter bei der PGA Championship. Zwei Jahre und vier Siege später gewann Shute als zweiter Amerikaner überhaupt die British Open in St. Andrews. Shute war der Mann, der Craig Wood auf die Verliererstraße brachte. Wood war mit einer furiosen 68er Runde noch mit Shute gleichgezogen und erzwang somit das Playoff.

Der damals 30-Jährige ließ sich von Woods' „Monster-Drives“ nicht aus der Ruhe bringen und gewann das Stechen mit einem komfortablen Vorsprung von fünf Schlägen. Der erste Major-Sieg war perfekt.

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